PV Förderkürzungen ab Januar 2019 in Deutschland – was tun?

Das Wirtschaftsministerium will bereits ab Januar 2019 eine Kürzung der Photovoltaik Förderung für Anlagen ab 40 Kilowatt -peak in Kraft setzen. Der Gesetzentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums sieht vor, die Förderung für Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 40 bis 750 kW um bis zu 20 Prozent zu reduzieren. In diese Leistungsklasse fällt ein Großteil der im Rahmen von Mieterstromprojekten realisierten Anlagen. Die Einspeisevergütung in Projekten mit größeren Anlagen würde automatisch um bis zu 60 Prozent reduziert. Das sorgt in der deutschen Solarbranche gerade für Verärgerung, besonders weil die Kürzung kurzfristig entschieden und mit heißer Nadel umgesetzt wird. Heute muss der Bundesrat der Gesetzesänderung noch zustimmen. Wir empfehlen bei Anlagen dieser Größenordnung über einen an Erzeugung und Verbrauch angepassten Systemspeicher nachzudenken. Damit lässt sich selbst erzeugte Strom zwischenlagern und zu mindestens 70 Prozent auch selbst verbrauchen. Die Wirtschaftlichkeit der Installation ist dann in der Regel nicht mehr von der Förderung abhängig, sondern vom Eigenverbrauch des selbst erzeugten Grünstroms. Außerdem können Betreiber Lastspitzen vermeiden und Gebäude mit einer Powerball Notstrominstallation gegen Stromausfall absichern.