Stromspeicher und die Stromversorgung der Zukunft

energy turnaround

Unaufhaltsam und voller Veränderungen

noch ist der Stromspeichermarkt ein Nischenmarkt. Wir als Entwickler und Hersteller müssen aber den Blick nach vorne richten und unsere Stromspeicher so entwickeln, dass sie auch in 20 oder 30 Jahren für Betreiber im Strommarkt funktionieren. Da Stromspeicher integraler Bestandteil eines Gebäudestromnetzes sind, müssen sie einerseits langlebig wie ein Schaltschrank sein, andererseits aber auch so flexibel, dass sie als Teil der Eigenproduktionsanlage jederzeit an neue Bedürfnisse angepasst werden können.

Entwicklung von Stromproduktion und Stromverbrauch

In der Schweiz hat sich die Stromproduktion in gut 40 Jahren fast verdoppelt, von knapp 37 Terawattstunden in 1973 auf gute 66 Terawattstunden. Der Stromverbrauch pro Kopf lag 1973 bei knapp 5 Megawattstunden, stieg 2006 auf 8,3 Megawattstunden und sinkt nun seit Jahren. 2015 betrug der rechnerische pro Kopf Verbrauch nur noch 7,5 Megawattstunden.

Schweizer Energiemix 1973 bis 2015

In Deutschland sehen wir ein ähnliches Bild. Die Stromproduktion in Terawattstunden lag 1973 bei 374 Terawattstunden, gut 40 Jahre später im Jahr 2015 bei satten 640 Terawattstunden. Der Stromverbrauch pro Einwohner sinkt, zwar nur leicht, aber doch merklich und das trotz einer boomenden Exportwirtschaft und produzierendem Gewerbe und Industrie im Land.

Deutscher Energiemix 1973 bis 2015

Österreich ist eine Ausnahme. Das Land hat seine Stromproduktion in 42 Jahren mehr als verdoppelt, den pro Kopf verbrauch ebenfalls, Tendenz steigend. Im Jahr 1973 hat das Land 31 Terawattstunden produziert, 2015 waren es knappe 83 Terawattstunden, also mehr als das zweieinhalbfache. Parallel zur Produktion ist auch der pro Kopf Verbrauch gestiegen, von 3,6 Megawattstunden auf 8,33 Megawattstunden. Das entspricht dem 2,3 fachen Verbrauch nach 42 Jahren.

Österreichischer Energiemix 1973 bis 2015

Produktion und Verbrauch sind in jedem Land unterschiedlich und die Entwicklungen der Parameter ebenfalls. Deutschland betreibt fossile und nukleare Erzeugung parallel mit einem immer noch über fünfzig Prozent Anteil an fossilen Energieträgern. In der Schweiz dominieren die Erneuerbaren mit 63 Prozent . Die Nuklearenergie steuert 35 Prozent zu und fossile Energieträger haben einen Anteil von einem Prozent (Stand 2015). Österreich hat kein Atomkraftwerk und somit auch keinen nuklearen Stromanteil. Das Land hat einen Anteil von 76 Prozent erneuerbaren Energien und steht damit in Europa an vierter Stelle bei den Erneuerbaren, nach Island 100 Prozent), Albanien (100 Prozent) und Norwegen, (98 Prozent).

Einfluss dezentraler Erzeugung und Speicherung von Strom auf die Produktion

Wir gehen davon aus, dass mit zunehmender Akzeptanz und Verständnis der erneuerbaren Energien sich auch die Versorgung ändern wird. Wenn wir in 20 Jahren auf die Produktions- und Verbrauchsdaten der Länder schauen werden, wird sich höchstwahrscheinlich ein ganz anderes Bild ergeben. Es wird wesentliche mehr Strom dezentral erzeugt, gespeichert und auch verbraucht werden. Das dürfte alle Stromkunden aus dem privaten, gewerblichen und landwirtschaftlichen Bereich betreffen, denn bereits heute ist Strom aus eigener Photovoltaikproduktion weniger als halb so teuer wie der Strom vom öffentlichen Netz.

Mit einem Stromspeicher wird eine Eigenversorgung mit Erneuerbaren Energien zwar teurer, aber auch effektiver. Ein Powerball Betreiber hatte seinen Autarkiegrad auf 95 Prozent getrieben. Die meisten erreichen 75 Prozent.

Powerball Betreiber liegen je nach Land, Installation und Betriebsart bei 15 bis 40 Prozent unter dem Netzstrompreis. Sie sind mit ihrem Stromspeicher allerdings notstromfähig und für alle Eventualitäten der Energiewende gerüstet. Der Stromspeicher ist langlebig, es können alle Akkuarten mit 48 Volt angeschlossen werden, sie können Notstrom- und Inselversorgung übernehmen und sogar extern vernetzt werden für zum Beispiel Quartierslösungen. Eine Skalierbarkeit von Leistung und Kapazität, jederzeit und langfristig versteht sich von selbst.

Das Gefühl der Unabhängigkeit und das Richtige zu tun kann sowieso nicht in Geld gemessen werden.

In 40 Jahren

Heute stammen zwei Drittel der weltweiten Stromproduktion aus fossilen Brennstoffen, gefolgt von Wasserkraftwerken 16 Prozent, Kernkraftwerken 11 Prozent. Biokraftstoffen und Abfälle liefern gute zwei Prozent und Geothermie, Solar, Wind, sowie andere Quellen liefern knappe fünf Prozent. Der Anteil der letzten Kategorie steigt allerdings sehr schnell. Im Jahr 2058 wird die Verteilung ganz anders aussehen. Der Anteil der Erneuerbaren wird massiv angestiegen sein und die Versorgung wird dezentraler sein.

Quellen:

Die Daten zu Stromproduktion usw. sind dem IEA Atlas of Energy der International Energy Agency, France, entnommen. Alle anderen Angaben sind eigene Recherchen, Werte aus Entwicklung, Test und Betrieb von Powerball Stromspeichern.