Viel Sonne – Viel Hitze – Viel Solarstrom

Mit dem passendem Energiekonzept bleibt es auch bei großer Sommerhitze angenehm kühl

Smiling sandy snowman in red santa hat on the sea beach. © PantherMedia Stock Agency/EM

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Rekordernte bei Solarstrom

Der nächste Winter kommt bestimmt, aber jetzt hat uns der Sommer im Griff und der sonnige Juli 2018 hat uns täglich durchgeschwitzte Hemden und Rekorderträge bei der Photovoltaik verschafft.

Swissolar berichtet von bis zu 13 Prozent Mehrertrag im Juli 2018 gegenüber dem langjährigen Durchschnitt. In Deutschland meldet der deutsche Wetterdienst für den Juli 305 Sonnenstunden was 40 Prozent über dem langjährigen Mittel von 212 Stunden liegt. Das Ergebnis ist ein neuer Solarstromrekord von über sechs Milliarden Kilowattstunden, die in einem Monat in das öffentliche Netzt eingespeist wurdent. Mit Eigenverbrauch soll die Monatsproduktion im Juli 2018 nach Berechnungen desInternationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien sogar bei knapp 7 Milliarden Kilowattstunden liegen.

Cool bleiben mit dem richtigen Konzept

Gut wer bei dieser Hitze ein modernes Energiesystem aus Photovoltaik, Stromspeicher und einer Wärmepumpe, die heizen und kühlen kann, sein Eigen nennt. Neben der normalen Gebäudeversorgung mit regenerativem Strom und Wärme wrden im Sommer mit dem reichlich zur Verfügung stehenden Solarstrom Gebäude gekühlt. So kann in Gebäuden auch bei großer Hitze effizient, umweltfreundlich und ganz ohne Klimaanlage die die optimale Wohlfühltemperatur geschaffen werden. Das Energiemanagement übernehmen Powerball Systemspeicher.

Klimawandel, Klimaretter und schlechte Angewonheiten

In Deutschlands Flüssen lässt die Sommerhitze den Wasserstand sinken und die Wassertemperatur steigen. Eigentlich müssten Kohle- und Atomkraftwerke  in Deutschland ihre Produktion zurückfahren, um ein weiteres Aufheizen der Flüsse mit Kühlwasser zu verhindern, aber gerade haben die Regierungspräsidien Stuttgart und Karlsruhe den Betreibern der Steinkohlekraftwerke in Heilbronn (EnBW) und Mannheim (Großkraftwerk Mannheim) Ausnahmegenehmigungen bewilligt. Sie können zeitlich befristet höher temperiertes Kühlwasser in Neckar und Rhein einleiten. Das meldet die Deutschen Umwelthilfe und will rechtliche Schritte einleiten.

Die Lösungen sind da – sie müssen nur umgesetzt werden

Mit Photovoltaikanlagen und Stromspeicher kann genau dieses Problem behoben werden. Scheint die Sonne so intensiv wie im Juli 2018 produzieren Photovoltaikanlagen  viel Solarstrom und die Kohlestromproduktion kann reduziert werden. Voraussetzung ist natürlich, dass der politishe Wille vorhanden ist ausreichend PV-Leistung zu installieren.

Und in der Schweiz?

Swissolar schreibt in einer Meldung vom 07. August 2018 zum Rekordmonat Juli:

Unter dem Strich resultiert ein Mehrertrag von 35 Gigawattstunden oder 13 Prozent gegenüber dem langjährigen Durchschnitt*. Es stand insgesamt Solarstrom für mehr als 1 Million Einfamilienhäuser zur Verfügung.

Der Juli 2018 war im Durchschnitt etwa 18 Prozent sonniger als im Schnitt der Jahre 1996-2015. Die Karte zeigt deutliche Unterschiede innerhalb der Schweiz – besonders stark waren die Abweichungen vom Mittelwert im nördlichen Voralpengebiet, wo die sonst um diese Jahreszeit typischen Gewitter weitgehend ausblieben.

Aber auch die durchschnittliche, tägliche Maximaltemperatur lag rund 4° C über dem langjährigen Mittelwert. Grosse Hitze reduziert die Leistung von Photovoltaikanlagen, wie in den letzten Tagen in den Medien zu vernehmen war. Das stimmt, aber der Effekt ist äusserst geringfügig. Berechnungen zeigen, dass die hohen Temperaturen den Mehrertrag der Photovoltaikanlagen durch die hohe Sonneneinstrahlung nur gerade um 4.5 Prozent reduzierte. Der Temperatureffekt ist somit rund viermal kleiner als der Effekt des sonnigen Wetters.

In Zahlen ausgedrückt: In der Schweiz ist zurzeit eine Photovoltaik-Leistung von rund 2 Gigawatt installiert. Im langjährigen Durchschnitt produzieren diese Anlagen im Juli rund 273 Gigawattstunden, im Juli 2018 hingegen rund 308 Gigawattstunden (GWh), also 13% mehr. Im vergangenen Monat lieferten die Solaranlagen somit Strom für mehr als 1 Million Einfamilienhäuser. Auch die vorhergehenden Monate lagen deutlich über den Mittelwerten:

  • April +16%,
  • Mai +2%,
  • Juni +15%.

Dieser Mehrertrag kam genau zum richtigen Zeitpunkt: Einerseits stieg der Stromverbrauch vermutlich durch den vermehrten Einsatz von Klimaanlagen (Zahlen liegen noch nicht vor), andererseits sank die Produktion der Flusskraftwerke wegen des tiefen Wasserstands um bis zu 25%. Das AKW Mühleberg musste zudem aufgrund der hohen Wassertemperaturen in der Aare seine Produktion um 10 Prozent drosseln. In Deutschland mussten aus dem gleichen Grund mehrere Kohlekraftwerke vom Netz genommen werden.

Fazit: Solarenergie ist die ideale Ergänzung zur Wasserkraft. Sie liefert während Trockenperioden am meisten Strom, dann, wenn wenig Wasser fliesst. Auf diesen beiden Standbeinen kann die Schweiz eine zukunftsfähige und saubere Energieversorgung aufbauen.

Quelle: Swissolar
Datenquelle: Meteotest AG, Bern